Neurologische Frührehabilitation

Schädel-Hirn-Verletzte benötigen vielfältige Hilfen. Deshalb gibt es bei uns ein breites und hochwertiges therapeutisches und diagnostisches Angebot. Dazu gehören:

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    Weaning
    Weaning

    Zu uns kommen viele Patienten, die zu Beginn noch kontrolliert oder unterstützend beatmet werden müssen. Eines der wichtigsten Ziele ist es daher, mit unserem individualisierten Weaning-Konzept die Atemfunktion zu verbessern und die Patienten sobald als möglich vom Beatmungsgerät zu entwöhnen.

    Erfahrene Ärzte und Pflegekräfte der Intensivstation besprechen jeden Tag die Fortschritte des Patienten und passen die Geräteeinstellung der Erholung der Atemmuskulatur sowie den weiteren beeinträchtigenden Problemen (z.B. Schluckstörungen) der Patienten an.

    Ernährungssonden
    Ernährungssonden

    Viele unserer Patienten können zu Beginn nicht selbstständig essen. Die Versorgung muss deshalb über spezielle Ernährungssonden erfolgen. Auf diesem Gebiet verfügen wir über große Erfahrung. Wir sind in der Lage, alle Arten von Ernährungssonden anzulegen. Dazu zählt u. a. eine Sonde durch die Bauchwand direkt in den Magen (PEG), die bei Bedarf durch eine zweite Sonde in den Dünndarm ergänzt wird.

    Als eine von ganz wenigen Einrichtungen in Deutschland sind wir dafür qualifiziert, eine Ernährungssonde auch durch die Bauchwand direkt in den Dünndarm (PEJ) zu legen.

    Spastiktherapie
    Spastiktherapie

    Hirnschädigungen führen häufig zu spastischen Lähmungen. Daraus resultieren Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und manchmal bleibende Fehlstellungen der Gelenke. Diesen Fehlentwicklungen wirken wir schon in der Frühphase mit unserem Behandlungskonzept entgegen.

    Dazu gehören unter anderem Physiotherapie,  Medikamentengabe (orale Antispastika), der Einsatz von Injektionen (Botulinumtoxin), die Anwendung einer speziellen Gipstherapie und in letzter Stufe die Implantation einer Medikamentenpumpe mit muskelkrampflösenden Substanzen.

    Schluckstörungen
    Schluckstörungen

    Viele Patienten kommen mit einer Luftröhrenkanüle (geblockte Trachealkanüle) und mit künstlicher Beatmung zu uns. In der Anfangsphase der Therapie gewöhnen wir die Patienten mit einem gezielten Entblocken der Kanüle an eine normale Atmung über Nase und Mund.

    Ein wichtiger Bestandteil ist die Schluckuntersuchung. Denn auch das eigenständige Schlucken muss der Patient nach einer Luftröhrenbeatmung erst wieder lernen. Deshalb setzen wir gezielte Therapien für den Mund- und Gesichtstrakt ein. Damit behandeln wir Sensibilitätsstörungen, Spannungsprobleme und Schluckstörungen.

    Bewusstseinsstörungen
    Bewusstseinsstörungen

    Für die Diagnostik und Behandlung bewusstseinsgestörter Patienten haben wir ein neues Untersuchungsverfahren entwickelt, das akkuratere Aussagen über die zugrundeliegende Bewusstseinstätigkeit erlaubt. Die Patienten werden wiederholt systematisch untersucht, um auch kleinste Anzeichen für noch erhaltene kognitive Kompetenzen zu entdecken.

    Denn für eine mögliche Erholung macht es einen großen Unterschied, ob ein Patient im Zustand des Wachkomas keinerlei Wahrnehmungsreaktionen zeigt oder er bereits inkonstant auf seine Umgebung reagiert (Stadium des minimal bewussten Zustands).

    Therapiestudien
    Therapiestudien

    Wir beteiligen uns regelmäßig an internationalen Studien, deren Ergebnisse Patienten unmittelbar zu Gute kommen. So haben wir in einer großen Studie gemeinsam mit Kliniken aus den USA, Dänemark und Deutschland die Medikamententherapie für Schädel-Hirn-Trauma-Patienten untersucht und verbessert. Bei allen neuen Patienten prüfen wir nun, ob sie von diesen Medikamenten profitieren. Aktuell arbeiten wir zusammen mit europäischen Kollegen an einer vergleichenden Bewertung von diagnostischen Werkzeugen für die Erfassung von Schmerzen und Reaktionsfähigkeit bei bewusstseinsgestörten Patienten.

    So erreichen Sie uns!

    Bernd Eifert

    Dr. med. Bernd Eifert
    Ärztlicher Direktor

    Telefon: 07326 9608-210
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    Diagnostik und Therapie

    • Monitoring: kontinuierliche Überwachung der lebenswichtigen Funktionen (z. B. Atmung, Kreislauf, Nierenfunktion, Flüssigkeitshaushalt)
    • Notfalllabor
    • Beatmungstherapie / Entwöhnung von der Beatmung (Weaning)
    • Röntgendiagnostik (Computertomographie, konventionelles Röntgen, Durchleuchtung)
    • Ultraschalldiagnostik (u. a. Hirngefäßdiagnostik, Echokardiographie)
    • Elektrophysiologische Diagnostik mit Hirnstrommessung (EEG)
    • Messung der Muskelaktivitäten (Elektromyographie)
    • Messung von Sinnesreizen (evozierte Potenziale: SEP, AEP, VEP)
    • Endoskopie des Magen-Darm-Traktes und Anlage von Ernährungssonden
    • Schluckfunktionsdiagnostik / Therapie von Schluckstörungen
    • Operative Eingriffe wie Drainagesysteme des Hirnwassers (Shunts), Schädeldachplastiken, Wundversorgungen, externe Drainagesysteme
    • Diagnostik und Therapie schwerer Bewusstseinsstörungen (z. B. Wachkoma)