
Im Fachkrankenhaus Neresheim arbeiten acht Physiotherapeuten zusammen mit acht Ergotherapeuten, einem Musiktherapeuten und dem Leiter der Therapie in einem fachübergreifenden Team. Die Physiotherapeuten arbeiten nach bewährten neurophysiologischen Behandlungsmethoden. Dazu zählen Bobath, Affolter, Manuelle Therapie nach dem Maitland-Konzept, Lagerung in Neutralstellung (LiN) sowie Neurodynamik. In regelmäßigen Besprechungen definieren wir individuelle Behandlungsziele für die Patienten und stimmen sie mit den anderen Disziplinen im Haus ab.
In der Frühphase der Rehabilitation konzentrieren wir uns vor allem darauf, mit Hilfe der Physiotherapie einen ungünstigen Krankheitsverlauf zu verhindern. Erstes Ziel ist es, den Kreislauf zu stabilisieren. Außerdem arbeiten wir mit den Patienten um Muskelverhärtungen (Kontraktur), Lungenentzündungen (Pneumonie) oder Blutgerinnseln (Thrombose) vorzubeugen.
Mit der Zeit trainieren wir mit unseren Patienten, ihre verloren gegangenen motorischen Fähigkeiten wiederzuerlangen. Die Physiotherapie kann dabei helfen, Störungen des Gleichgewichts zurückzubilden und krankhaften Bewegungsmustern entgegenzuwirken. Mit gezielten Übungen lässt sich auch der Muskeltonus normalisieren. Zur Behandlung unserer Patienten stehen den Mitarbeitern mehrere Behandlungsräume mit Therapiematerialien zur Verfügung. Für Patienten im fortgeschrittenen Rehabilitationsstadium gibt es sogar ein Trampolin.
Wenn es medizinisch notwendig ist, einzelne Gliedmaßen vorübergehend ruhigzustellen, fertigen wir funktionelle Gipsschienen. Häufig wenden wir die funktionelle Ruhigstellung in Kombination mit der Botulinumtoxin-Therapie an. Weitere Hilfsmittel können wir in enger Zusammenarbeit mit einem Sanitätshaus individuell für den Patienten anpassen.