
Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzungen leiden an schweren Funktionsstörungen in den Bereichen Wahrnehmung (Kognition), Gefühlsregung (Emotion) und Verhalten.
Am Anfang unserer neuropsychologischen Patientenbetreuung versuchen wir zunächst, die Bewusstseinsstörung des betroffenen Patienten einzuordnen. Mittels standardisierter Beobachtung können wir feststellen, ob sich ein Patient noch im Wachkoma befindet oder ob er bereits ein frühes Stadium von Bewusstsein zeigt. Die Ergebnisse dieser Diagnostik sind Grundlage für die Arbeit aller behandelnden Therapeuten.
Mit Hilfe der neuropsychologischen Therapie wollen wir elementare (basale) Funktionen des Patienten verbessern. Dazu zählen seine Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit, sein Gedächtnis, seine Sprache und seine Handlungsfunktionen (Exekutivfunktionen). Wenn bei einzelnen Patienten mit bleibenden Funktionsstörungen zu rechnen ist, erarbeiten wir gemeinsam mit ihnen Kompensations- und Bewältigungsstrategien.
Wir legen Wert darauf, die Angehörigen unserer Patienten in das therapeutische Geschehen mit einzubeziehen. So beraten wir sie im Hinblick auf das neuropsychologische Krankheitsbild und helfen ihnen im Umgang mit dem Patienten und seiner veränderten Situation.
Coma Recovery Scale – Revised (CRS-R) (PDF
0,1 MB)
Hier finden Sie die deutsche Version der Coma Recovery Scale – Revised (CRS-R), eine Skala zur Diagnostik bewusstseinsgestörter Patienten.