
Im Fachkrankenhaus Neresheim arbeiten acht Ergotherapeuten zusammen mit acht Physiotherapeuten, einem Musiktherapeuten und dem Leiter der Therapie in einem fachübergreifenden Team. Die Ergotherapeuten arbeiten nach bewährten neurophysiologischen Behandlungsmethoden. Dazu zählen Bobath, Affolter, F.O.T.T. nach K. Coombes, Lagerung in Neutralstellung sowie Neurodynamik. In regelmäßigen Besprechungen definieren wir individuelle Behandlungsziele für die Patienten und stimmen sie mit den anderen Disziplinen im Haus ab. Zur Behandlung unserer Patienten stehen den Mitarbeitern mehrere Behandlungsräume mit Therapiematerialien zur Verfügung. Für Patienten im fortgeschrittenen Rehabilitationsstadium gibt es sogar ein Trampolin.
Ziel der Ergotherapie ist es, dem kranken Menschen wieder zu größtmöglicher Selbstständigkeit im alltäglichen Leben zu verhelfen. Wir fördern Haltungs- und Bewegungsaktivitäten in Alltagssituationen, denn sie erleichtern es den Patienten ihre Handlungen und Bewegungen besser zu planen.
Die meisten Patienten kommen mit einer geblockten Luftröhrenkanüle (Trachealkanüle) und mit künstlicher Beatmung ins SRH Fachkrankenhaus Neresheim. Deshalb konzentrieren wir uns in der Anfangsphase auf das Kanülenmanagement. Mit einem gezielten Entblocken gewöhnen wir den Patienten behutsam wieder an die normale Atmung über Mund und Nase.
Auch die Schluckuntersuchung ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie, damit der Patient im Laufe der Therapie das eigenständige Schlucken wieder erlernt. Mit Hilfe der Therapie des Mund- und Gesichtstraktes (facio-oralen Traktes) lassen sich Sensibilitätsstörungen, Tonusanomalien und Schluckstörungen behandeln. Auf diese Weise führen wir den Patienten gezielte auf die normale Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme hin.