Hilfe nicht nur für Patienten
(Neresheim,, 16.02.2009) SRH Fachkrankenhaus Neresheim unterstützt Angehörige von Wachkomapatienten und beteiligt sich an internationaler Studie
Wenn ein nahe stehender Mensch schwer erkrankt, verändert sich das eigene Leben radikal. Das trifft besonders bei schwerst hirngeschädigten Patienten im Wachkoma zu, die gänzlich auf fremde Hilfe angewiesen sind und nicht mit ihrer Umwelt kommunizieren können. Das SRH Fachkrankenhaus Neresheim unterstützt Angehörige in dieser Situation und gibt Empfehlungen für den täglichen Umgang mit Wachkomapatienten. „Die Angehörigen unserer Patienten sind oft verzweifelt, es fällt ihnen schwer die Erkrankung zu verstehen und noch viel schwerer sie zu akzeptieren“, sagt Dr. med. Bernd Eifert, Ärztlicher Leiter im SRH Fachkrankenhaus Neresheim. „Wir stehen persönlich mit Rat und Tat zur Seite und ergänzen dies mit einer neuen Broschüre, die Angehörigen schwer bewusstseinsgestörter Patienten wichtige Tipps gibt.“ Die Informationsbroschüre ist im Rahmen einer internationalen Studie über schwere Bewusstseinsstörungen entstanden, die durch das National Institute on Disability and Rehabilitation Research in den USA finanziert wird.
Das SRH Fachkrankenhaus Neresheim beteiligt sich an dem Forschungsprojekt, das die Wirkung eines antriebssteigernden Medikaments auf schwer bewusstseinsgestörte Patienten untersucht. Dafür wurden standardisierte Interviews mit betroffenen Angehörigen durchgeführt, deren Ergebnisse in die Informationsbroschüre eingeflossen sind. Die Studie wird Ende dieses Jahres abgeschlossen. Die deutschsprachige Version der Broschüre wurde vom SRH Fachkrankenhaus Neresheim erstellt. „Sie ist eine wichtige Hilfestellung zum Verständnis schwerer Bewusstseinsstörungen. Der Laie erfährt klare Kriterien, mit denen überprüft werden kann, ob ein Mensch tatsächlich im Wachkoma ist oder doch über Wahrnehmungsprozesse verfügt“, sagt Neuropsychologin Petra Maurer, die gemeinsam mit Dr. Eifert die Studie am SRH Fachkrankenhaus Neresheim durchführt.
Das SRH Fachkrankenhaus Neresheim behandelt seit über zehn Jahren schwerst hirngeschädigte Patienten nach Unfällen, spontanen Hirnblutungen, Hirnhautentzündungen oder Folgen von Sauerstoffunterversorgung. Ein Team aus Ärzten, Pflegekräften, Neuropsychologen, Physio-, Ergo- und Musiktherapeuten sowie Logopäden erstellt ein individuelles Therapiekonzept für jeden Patienten. Die Klinik ist die Einzige für neurologische Frührehabilitation in Baden-Württemberg mit eigenem Operationssaal und ist auf Patienten spezialisiert, die überdurchschnittlich lange vegetativ instabil sind.
Für weitere Informationen und zur kostenfreien Bestellung der Broschüre, wenden Sie sich bitte an das SRH Fachkrankenhaus Neresheim unter der Telefonnummer 0 73 26-9 60 80 oder per e-Mail an info@fkne.srh.de.

